Die fantastische Welt von Oz

Schmerzvolles Effektspektakel

Oz mein Gott! Ich habe es getan! Ich habe mir selbst Schmerz zugefügt! Ganz ohne Rasierklingen und sonstigem scharfen Geschütz! Und ich habe dafür sogar Geld bezahlt. Unglaubliche 9 EUR für ein wenig Selbstgeiselung, für Augenkrebs und Gehirnvergewaltigung. Ich war im Kino und gab mir den wohl schlimmsten Film der vergangenen 13 Jahre. Wirklich!!! Ich dachte, nach „Battlefield Earth“ kann nichts schlechteres mehr das Antlitz einer Leinwand berühren, aber -GOTT!!!- ich habe mich so geirrt!!! Mit „Die fantastische Welt von Oz (Amazon Link)“ habe ich mit der Brutalität eines Faustschlages ertragen müssen, was unerträglich ist: Den dämlichsten Film aller Zeiten, der in seiner Banalität und Dummheit sehr intensiv und treffend unseren Zeitgeist widerspiegelt: Gier! Egoismus! Ethnozentrismus!!!

Oz ist schon fast Gesellschaftskritisch

Dieser Film ist so schlecht, dass es trotz attraktivster Darstellerinnen (Mila Kunis) eine Qual ist, die gefühlten 38 Stunden im Kinosessel zu ertragen. In wenigen Worten kann man meine Erfahrung mit einer gewissen morbiden Faszination gleichsetzen, die den angewiderten Betrachter sozusagen zwingt, den Blick stets auf die abartige Szenerie zu richten und deren Anblick sich dann mit der Intensität von 1000 Sonnen in unsere Netzhaut brennt! Eine spannende Geschichte…WHAT? Ausgearbeitete Charaktere…WHY? Plot…WTF? Brechen wir das ganze auf die essenziellen Botschaften runter, drückt dieser Film im Wesentlichen drei Dinge aus:

  1. Emanzi.. WHAT???

    Der Frauen Schicksal sind die Männer! Will heißen: Der männliche Protagonist vögelt eine Semi-Protagonistin nach der Anderen, lässt sie links liegen… grinst verblödet in der Gegend rum, schleicht sich weiter zur anderen, vögelt auch diese und bekommt am Ende auch noch alles Gold der Welt!!! Die Frau hingegen schaut ihm einmal tief in die Augen und ist –schwupdiwupps- so unsterblich in diese leere und ausdruckslose Hülle eines Mannes verliebt, dass ihr naiv-verliebtes Rumgedüdel den Betrachter zur Mordlust anregt. Ganz zu schweigen, dass diese Prosa den Hirnwindungen einer 1-Jährigen Schimpansin hätte entsprungen sein können, drehen sich alle Frauen der Welt, die in der Vergangenheit ihr Leben für die Emanzipierung der Frau ließen, im Grabe um. Denn während die Frau ihr Herz verliert, zum lebenden Rotzballen mutiert, ihr Leben aufgibt und fortan nur noch die Rache an jenem Mann zum Lebensmittelpunkt hat, geht dem Mann letztlich deren Schicksal am Allerwertesten vorbei. Was interessiert’s ihn?! Die nächste blonde Schönheit wartet schließlich schon hinter nem Vorhang, bereit sein dümmliches Grinsen zu ertragen und das nächste Flittchen in seinem Katalog zu werden.

  2. Wenn die Moral zum Gekotze wird!

    „Glaube an etwas und es wird wahr!“ Diese Botschaft ist so subtil, dass sie alle drei Minuten im Film zitiert wird!!! Es neeeerrrvvvttt!!! Vielleicht wird etwas nicht wirklich wahr, wenn man dran glaubt, aber auf alle Fälle wollte ich dem Typen nach dem dritten Zitat das Maul stopfen!!! Dieser Slogan wird so dermaßen oft runtergebetet, dass er sich seiner Glaubwürdigkeit ganz von alleine entledigt.

  3. Der gute alte Amerikaner

    In Oz gibt es nur weiße, ein paar wenige schwarze und einen asiatischen Menschen. Der Rest besteht aus Zwergwüchsigen und Affen mit Flügeln. Arabisch, indisch oder sonstige unamerikanische Ethnien scheint es im Wunderland nicht zu geben!!! Bezeichnend für diesen Film!

Achja… noch ein vierter Punkt zeigt uns metaphorisch die Philosophie der Amerikaner und deren Weltverständnis: betrete eine fremde Welt! Belüge deren Einwohner! Binde ihnen einen Bären auf und lass dich als Weltenretter feiern! Dann führe Waffen ein und schule die Menschen im Führen von Kriege… Stelle deren System auf den Kopf, et voila: ALLES GOLD GEHÖRT DIR!!! Boah!!! Wat für n scheiß Film!!!

Fazit: Dummer Film, der noch nicht mal in seiner Märchenhaftigkeit irgendwie schön oder mitreißend wirkt. Charaktere gibt es nicht, denn durch die Fülle der Erzählstränge und den maßlosen Einsatz von Slapstick verliert sich der Streifen in einem Brei von Momenten, die einzig durch das Abschalten des Hirns zu ertragen sind. Schade… versprach der Trailer doch eigentlich so viel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Top