Oblivion. Visueller Orgasmus!

Oblivion. Unglaubliche Ästhetik

Es beginnt! Das Jahr der Sci-Fi Blockbuster startet nun endlich mit dem ersten der von mir lang ersehnten Filme: Oblivion! Und natürlich hab ich mich gleich heute zum Deutschlandstart ins Kino begeben um mir dieses cineastisch-visuelle Meisterwerk von Mastermind Joseph Kosinski vorab zu geben! Übrigens kennen wir Kosinski von einem meiner liebsten Sci-Fi Filmchen „Tron Legacy“!

Der Flashback zu Tron ist auch gleich ein guter Start, wenn es darum geht euch auf Oblivion vorzubereiten. Denn ähnlich wie dieser Film glänzt auch Oblivion nicht durch eine tiefgehende, einzigartige oder wahnsinnig gut durchdachte Story, sondern vielmehr durch eine optische Einzigartigkeit, die ich so noch nicht gesehen habe. Bitte vergesst hierbei die technische Komponente, welche spätestens seit Tron zur Perfektion gebracht wurde… die Effekte, die computergenerierten Szenen, die Integration der Schauspieler in eine virtuelle Szenerien: Alles top! Was anderes habe ich schließlich nicht erwartet. Was mich aber wirklich wegföhnte, waren all diese unglaublich brillianten Designs in diesem Film. Ich weiß gar nicht, wo anfangen. Seien es die Sky Tower, der TET, die Bubble Ships oder die visionäre Erde, die selbst in einem desolat heruntergekommenen Zustand ästhetisch perfekt inszeniert wirkt… alles ist perfekt gestalterisch durchdacht! Die dominante Farbe in diesem Film ist weiß, so dass die Ästhetik immer sehr clean und klinisch wirkt. Genau meins, also. Wundervoll! Grandios! Der Genuss all dieser Szenen glich einem visuellen Orgasmus, der gar kein Ende mehr fand! Schaut euch hier die Galerie mit einigen interessanten Featurettes und Konzeptbildern an: Zur Bildersammlung!

Soviel zur Optik! Ihr lest, ich bin sehr angetan vom Aussehen dieses Filmes… Aaaaaber: Ein Film besteht ja bekanntlich aus mehr als nur der Optik (abgesehen von Tron, den ich nur wegen der Optik liebe!). Und da hat Oblivion nicht gerade seine Stärke. Der Film ist von Anfang bis zum Ende vorhersehbar und in keiner Minute ist man vom Fortgang der Geschichte wirklich überrascht. Von Anfang an kann man sich den Plot zusammenreimen, spätestens dann, wenn von einer „Sperrzone“ die Rede ist, wird auch dem letzten Zuschauer bewusst, dass die altbekannte Klongeschichte herhalten muss. Soviel zum Inhalt, denn alles weitere käme einem Spoiler gleich.

Insipiration aus der Sci-Fi Welt

Generell kann ich sagen, dass sich Kosinski geschickt vielerlei Sci-Fi Filmen und -Literatur bedient hat. Da wäre die erste Assoziation mit Odyssee 2001, wobei er daraus keinen Hehl macht, ist doch sogar eines der Raumschiffe danach benannt. Dann natürlich Moon, ganz ohne Zweifel die Mutter der Idee Kosinskis. Und erzählt mir nix, von wegen Kosinskis Idee sei schon 2005 erstmals in Form einer Kurzgeschichte auf Papier gebracht worden. Zwischen 2009 und 2013 liegen schließlich 4 lange und cineastisch inspirierende Jahre. 😉 Zu guter letzt wäre da dann natürlich noch unser aller Darling Matrix! Da war ich ja wahrlich ein wenig geschockt, so sehr glich so manche Szenerie dem Werke der Wachowskis. In der Szene, in der Jack die Kommandoeinheit „Sally“ auf ihrem Schiff besucht und durch die Hallen der Klone läuft, wirkt die Szenerie schon fast wie geklaut! Dies wird nur noch von der Dialogszene zwischen Jack und Sally in persona am Ende des Filmes übertroffen. Hier vergisst man wahrlich, dass man nicht in Matrix Revolutions, sondern Oblivion sitzt, denn die Art und Weise, Stil und Tonalität mit der Kosinski diese vorletzte Szene inszeniert und die Kommunikation zwischen Mensch und Kommandoeinheit darstellt, entspricht eins zu eins der Matrix Revolutions Szene, in der Neo mit den Maschinen verhandelt! Ein zu eins, Kinners!!!

Summa Summarum optisch genial

Jedenfalls bereue ich es nicht, Oblivion gesehen zu haben. Wie erwartet glänzt der Film mit grandioser Optik, verläuft sich dann aber in einer nicht gerade intellektuell besonders fordernden Story. Die wirklich kreativen Designs trösten mich über den etwas zu sehr inspirierten Plot hinweg. Aber wenn ich ehrlich bin, erwarte ich auch nichts anderes von einem Kosinski-Film. Schaltet das Hirn auf Standby und ihr werdet Spaß haben.

Die weibliche Schauspielerriege glänzt übrigens durch überzeugende Arbeit und überaus attraktives Aussehen. Tom Cruise wiederum overacted in so manch einer Szene etwas laienhaft (Achtet mal bei der Verfolgungsjagd in der Mitte des Filmes auf seine Mimik). Das wundert mich, bin ich doch eigentlich anderes gewohnt vom fantastischen Cruise. Dennoch: Oblivion überzeugt mit dem was man erwartet, nämlich guter Optik und einem fantastischen Sounddesign. Insofern bekommt der Film 8 von 10 Sternen mit der Garantie, dass ich ihn mir wieder anschauen und mir den Soundtrack kaufen werde.

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