Die Macher der Matrix

Die Macher der Matrix

Die Erfinder der Matrix

Hinter jeder großen Idee stehen die Macher, in deren Köpfe diese erst mal entstehen mussten. Der Antrieb kann unterschiedlich sein: Das Streben nach Erkenntnis wie bei den großen Philosophen, intrinsisch motiviert. Oder aber egoistischere Motive, wie bei so manch großem Herrscher der Vergangenheit, der nach Reichtum oder Macht strebte.

Wieso ich dies anführe? Der Grund liegt bei den beiden wesentlichen Ideengebern der Matrix: Den Wachowski-Geschwistern, die selbst eine großartige Geschichte der Selbstfindung erzählen können. Geboren im Chicago der 60er, wächst das Geschwisterpaar mit zwei weiteren Schwestern in normalen Verhältnissen auf. Wie der Name vermuten lässt, liegen die Wurzeln der Wachowskis in Polen. Schon früh entscheiden sich die beiden einen weniger konventionellen Lebensweg einzuschlagen und verlassen die Schule vorzeitig, um ihren Erfolg im Showgeschäft zu finden. In einem lebhaften Hoch und Tief gelingt ihnen der erste große Erfolg 1995 mit dem Drehbuch für „Assassins – Die Killer“. Dies soll der Anfang einer sagenhaften Karriere, aber auch eines persönlichen Wandels beider Geschwister werden.

Der Durchbruch

Nach Assassins folgt 1999 der eigentliche Durchbruch mit dem ersten Teil der Matrix. Innerhalb kürzester Zeit katapultiert der Erfolg des Filmes beide Wachowskis in die obere Regisseur-Liga Hollywoods. Das Vertrauen der Studios wächst mit dem Erfolg des Filmes und bald stehen die beiden Geschwister hinter dem Dreh der beiden weiteren Teile, Matrix Reloaded und Revolutions.  Und das mit einem immens viel größeren Budget. 2006 folgt dann V for Vendetta in den Kinos. Eine Verfilmung des fantastischen Comics vom Autoren Alan Moore und des Zeichners David Lloyd.

Der Stern sinkt

Nachdem die Bugwelle des Erfolgs nach „nicht-ganz-den-Erwartungen-entsprechenden“ Einnahmen der beiden Matrixteile und V for Vendetta abgeklungen ist, wartet die Welt auf die nächste große Saga aus der Wachowski-Welt. Vergeblich. 2008 verfilmen die Geschwister die Anime-Serie „Speed Racer“. Bei Produktionskosten von 150 Mio Dollar spielt der Film jedoch weltweit nur einen  Teil der Unkosten wieder ein (94 Mio Dollar*). Der nächste kommerzielle Flop folgt mit „Cloud Atlas“. Als unverfilmbaren Epos angekündigt, scheitert -gemessen an der Wirtschaftlichkeit- der Film an den weltweiten Kassen. Der Stern der Wachowskis beginnt zu sinken. Die großen Studios vertrauen nun nicht mehr ganz den ehemals als skurrile Genies bekannten Geschwistern.

Umso größer sind die Erwartungen, als 2015 die neue Saga „Jupiter Ascending“ in die Kinos kommt und alles bisherige in den Schatten stellt: In den USA floppt der Film fulminant. Erst in Asien kann er zumindest seine Unkosten decken und schlittert nur knapp an einem Desaster vorbei. Schlimmer als der kommerzielle Fehlschlag ist jedoch die unglaublich verworrene Story, gemischt mit den eher schlecht als rechten Schauspielkünsten der Protagonisten.

Heute sind die beiden Geschwister nach vielen Hochs und Tiefs bekannt unter ihren Namen Lana und Lilly Wachowski. Lana (brgl. Laurence/ Larry Wachowski; 21.06.1965) outete sich 2012 offiziell als transgender. 2016 outete sich Lilly (brgl. Andrew Paul/ Andy Wachowski; 29.12.1967) ebenfalls als transgender.

*Quelle: http://www.insidekino.com 

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